Alternative Geldanlagen in Zeiten von Niedrigzins

Wenn Sie die  Ursachen und auch die Dauer von Niedrigzinsen kennen, sollten Sie in der Lage sein Ihre Anlageform richtig zu wählen. Sparer haben sich zwischenzeitlich daran gewöhnt das Sie von ihrer Bank die Mitteilung bekommen das für das Tagesgeldkonto die Zinsen leider wieder gesenkt werden.

Aber das haben die Sparer ja im Kleingedruckten gelesen und akzeptiert.   Sparbücher bringen gerade einmal 0,05 %, zehnjährige Bundesanleihen notieren unter 0,40 % Jahreszinsen nicht wirklich rentabel.

Dürfen wir auf bessere Verzinsung hoffen? Sicher nicht. Es ist davon auszugehen, dass wir die Niedrigzinsphase noch bis zum Jahr 2019 dauert. Wer die verschiedene Anzeichen, richtig deutet und alles zu einem. Gesamtbild zusammensetzen hat das schnell erkannt.

Das Bundesfinanzministerium schreibt beispielsweise im Februar 2014: „Der Bundeshaushalt wird […] strukturell ausgeglichen sein und ab 2015 ohne Nettokreditaufnahme auskommen.“

Weil die aktuelle aus CDU/CSU geführte Bundesregierung eine Steuererhöhungen kategorisch ablehnt und die Staatsverschuldung jenseits von 2 Billionen Euro liegt, wird jedes Prozent Zinserhöhung ein enormes Loch in den Bundeshaushalt von ca. 20 Milliarden Euro reißen.

Auch die Bundestagswahl 2017 wird zu keiner grundsätzlich neuen Wirtschaftspolitik führen. Zudem wird die Niedrigzinsphase auch durch die EZB unterstützt, die für Einlagen sogar erstmals Strafzinsen erhoben werden.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung geht zudem von Zinsen aus, die „in längerfristiger Perspektive sehr niedrig“ bleiben werden  ohne jedoch ein Jahr für die theoretisch mögliche Zinssteigerung zu nennen.

In einem solchen Szenario sehr niedriger Zinsen sollten die Anleger deshalb nach Anlagealternativen suchen, die das Grundprinzip der Risikostreuung anwenden und dies mit möglichst hohen Renditechancen verknüpfen.

Anlage-Profis setzen die grundlegenden Anlageentscheidungen der Anleger um

Mit anderen Worten, es muss einen Ersatz für die nicht mehr lukrativen  klassischen Sparprodukte geben.

Eine alternative  Form der Geldanlage, die dem Anleger auch ohne zeitaufwendige Suche sind z.B. Mischfonds.

Diese verbinden die hohen Renditechancen eines Investments in Aktien mit einem Anteil an Vermögensgegenständen, die ein geringeres Risiko mitbringen.

Zunächst muss sich der Anleger aber klar sein, welcher Anlegertyp er ist und für welchen Zeitraum das Geld angelegen möchte.

Ist  langfristiger Vermögenszuwachs das Haupziel und können kurzfristige Marktschwankungen überbrückt werden, dann empfiehlt sich die Wahl eines guten Mischfonds mit einem relativ hohen Aktienanteil.

Um einen  Fonds zu bewerten können folgende Daten herangezogen werden:

  • die Wertentwicklung des letzten Jahres und der letzten drei Jahre -> damit ergibt sich ein Hinweis darauf, ob der Fonds besser ist als andere Fonds der gleichen Kategorie
  • das Qualitätsurteil eines unabhängigen Fondprüfers, welches auch öffentlich und kostenfrei einsehbar ist. Die meisten Online-Broker Portale verwenden das Morningstar -Qualitätsurteil und ähnliche Qualitäts-Ratings, damit die Anleger noch besser informiert entscheiden können.
  • die Anlagestrategie bzw. der aktuelle Rechenschaftsbericht. Dort sind die Investments zum Stand des letzten Jahreswechsels aufgeführt, was interessante Details zur Geldanlage-Strategie ergänzt.
  • Intelligente Geldanlage vermeidet die Nachteile der Niedrigzinsphase

Die Niedrigzinsphase sollte dem Staat also dem  Bund in den Jahren 2010 bis 2014 voraussichtlich fast 41 Milliarden Euro an Ersparnis bringen. Auch wenn Ökonomen bezweifeln das diese Niedrigzinsphasen dem Staat dauerhaft Vorteile bringen so hält man doch daran fest.

Für uns als Anleger bedeutet es auf jeden Fall das niemand kann die Sache aussitzen und darauf  hoffen kann das das Zinsniveau bald wieder mehr Rendite bringt.

Denn die EZB , die bereits für eine halbe Billion Schuldtitel der europäischen Staaten aufgekauft und erst kürzlich verkündet hat, das Anleihekaufprogramm noch auszuweiten.

Mindestens bis 2017 soll in der Euro-Zone der monetäre Ausnahmezustand noch andauern. Und ein Ausstieg ohne Schmerzen ist dann auch noch nicht vorstellbar.

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